Baschi And The Fucking Beuatiful
wilder Glam Rock-Soul-Punk Baschi and the facking beautiful: Rub It In
(Programmzeitung November 2004)
Respektlose Direktheit und ungebändigte Energie prägen nach “We are” das zweite Werk des
ehemaligen Lovebugs-Bassisten Baschi Hausmann. Kompromisslos, ohne auf den
kommerziellen Erfolg zu schielen, geht Baschi seinen Weg. Allein der Bandname, der gleich
im ersten Song als Refrain musikalisch zelebriert wird, dürfte da und dort schon für
Aufregung sorgen. „Rub It In“ ist ein modern produziertes Konzentrat dynamischer
Dreiminutensongs mit Stilfrafmenten aus den leiten 40 Jahren Rock’n’Roll. Der heutige
Sänger und Gitarrist trägt seine emotionsgeladenen Botschaften in perfektem Cockney-
Akzent vor, handwerklich souverän und druckvoll begleitet von Drummer Curly B. und
Bassist Bulldog. Die musikalische Reise führt durch 14 Songs, die Palette reicht von Beat
über Ska, Punk bis zu Rock und Pop. Da und dort werden temperierte Töne angeschlagen.
Wunderschön gelungen in der Ballade „Average Male“ in der Backingsängerin Milk die
enthusiastische Stimme Baschis gefühlvoll untermalt. „Rub It In“ ist ein gelungenes
Studioalbum mit Live-Attitüde, voll gepackt mit leidenschaftlichen Botschaften aus dem
bewegten Leben einer Basler Rock’n’Rollers. Zu sehen ist die Band am Freitag, 26.
November beim Album-Release in der Kuppel.www.baschiandthefackingbeautiful.ch
Lippenstiftrot
(Tages Anzeiger 16.November.2004)
Baschi and the Facking Beautiful taufen am Sonntag ihre neue CD im Zürcher Bogen 13.
Von Phillippe Amrein
Der Mann kennt sich aus in der Musikwelt. Ob als Plattenverkäufer um gut sortieren Basler
Roxy, als Bassist bei den Lovebugs oder nun als Bandleader in eigener Sache: Sebastian
Hausmann lebt mit der Kraft von Krach und Klang. Vor Zwei Jahren ist er nach London
gezogen, um seiner Glamrock-Combo Fucking Beautiful den internationalen Schliff zu
verpassen, nun kehrt er mit dem neuen Album „Rub It In“ auf die hiesigen Bühnen zurück.
Hinter dem Schlagzeuger hängt die Banderole mit dem neuen Bandnamen, um den Namen
des Frontmanns erweitert, womit natürlich der Bogen zum rührigen „MusicStar“-Jüngelchen
Baschi geschlagen wird. Mit dessen Musik at Hausmanns Band freilich gar nichts am Hut,
denn hier dominiert schminkverschmierter Punkrock im Geiste von Johnny Thunders und
Iggy Pop, Forcierte Sexyness und kullernde Schweissperlen strukturieren den Auftritt, in
dessen Verlauf die Band auch mal einen knackigen Disco-Beat unter die drei Akkorde
klemmen darf.
Image des gutmütigen Glamrockers
Unangefochtenes im Mittelpunkt steht jedoch Rampen-Zampano Baschi, der sich mit grosser
Pose und stolzer Brust, lippenstiftroter Gitarre, Glitter-Gilet und polierten Plateaustiefeln ins
Zeug legt. Zwischen den Songs macht er Ansagen in akzentfreiem Englisch oder rückt sich
das Hundehalsband unter dem Kinn zureckt, womit er sein Image als gutmütiger Glamrocker
mit dem Mut zur unzeitgemässen Pose endgültig fixiert. Zum Schluss hält Hausmann die bei
CD-Taufen geforderte Rede, bedankt sich bei allen, vom Produzenten bis zu den Fahrern, um
dann anzufügen: und jetzt spielen wir noch ein schönes Lied. Ein Mann aus dem Publikum
bedankt sic bei Fucking Beautiful mit einem abschliessend hinausgebrüllten Bekenntnis: „Es
gibt nur einen Baschi!“
CD-Kritik
„Rub It In“
(Rockstar November 2004)
Tschüss Majorlabel- hallo Beautiful Records Rassig ging’s auch bei der Produktion der
zweiten CD von Baschi and the Facking Beautiful. Eine Woche fürs Aufnehmen, eine fürs
Mischen, und hallo, „Rub It In“! Einreiben lohnt sch. Die Band nennt ihren Sound „Glam-
Rock-Soul-Punk“, und tatsächlich lässt sich ihr Stil nur schwer in Schubladen stecken: Es
finden sich hier Elemente von den Sixties bis hin zur Gegenwart in einem wilden und gut
funktionierenden Mix, dem man bedenkenlos auch och die Worte Pop und Funk anhängen
darf. Gitarre, Bass und Schlagzeug wurden live eingespielt, wodurch das treibende Live-
Feeling auf das Baschi so grossen Wert legt, nie verloren geht. Die Songs decken alles ab,
was das Herz, Hüfte und Tanzbein begehren können: Das Spektrum reicht von fröhlicher
Ekstase („Dance like an Idiot“, „When Dogs Make Love“) über den Nervenzusammenbruch
(„Skin“, „Starttrippin“) bis zur nachdenklichen Melancholie („Average Male“, „The Hardest
Thing“). Und immer überragt Baschis unverkennbare Stimme, die beides- den Höhenflug, wie
den Absturz- in sich vereint. Unbedingt anhören.
(gbr)
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