Hara-Kee-Rees
This still ain´t no shoot-yerself-in-the-head-cuz-Seattle-sucks pseudo-punk Nachdem das Erstlingswerk „Explode!“ der Kölner 60s-Garagen-Band
Hara-kee-rees 2003 sprichwörtlich einschlug wie eine Bombe, haben die fünf Jungs den einstigen Urknall überlebt und an einem weiteren Molotow-Cocktail gebastelt.
TNT für den Gehörgang des Kenners.
(Sounds Of Subterrania) setzt die Tradition des rauen, ehrlichen Garage-Punk fort, ohne dabei zum von der Werbeindustrie hochstilisierten Plagiat zu verkommen. Vielmehr wachsen die Musiker über den selbst auferlegen Anspruch hinaus und liefern somit schlichtweg das Album ab, mit dem die Hara-kee-rees entgültig beweisen, dass sie längst ihren Kinderschuhen entwachsen sind. Mit einem kräftigen Arschtritt kickt der Opener „Keepin’ me down“ den Hörer in die Garagen der Mid-Sixties, aus der es kein Entkommen gibt. Die insgesamt 13 hochkarätigen Songs sollten auch den letzten Kritiker zu einem manisch-wilden jump, jive and harmonize bewegen. Schmetternder Gesang, treibende Gitarrenwände ausufernd in eine hämmernde Fuzz-Ekstase, ein kreischendes Sax und wilde Orgelsalven dringen in den Gehörgang. Unwillkürlich wird jede einzelne Zelle in unerahnte Sphären geschleudert, in denen Bass und Schlagzeug dafür sorgen, dass Herz und Fuß nicht stehen bleiben.
Im besonderen ist die deutschsprachige Hymne „Du bist nicht mehr da“ nicht nur als eine Hommage an die deutsche Beat-Ära zu sehen, sondern an die Anfänge des Rock´n´Roll schlechthin.
Oder um es mit den Worten von Gerry Roslie zu sagen:
„The way the stuff was meant to be heard!“
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