Enno Palucca (D)
seit Jahrhunderten Schlagzeuger der "Goldenen Zitronen" mit seinem ersten Soloalbum.
LoFi-Attitüde zwischen Casio-Drumcomputer und Trio-Ästhetik. Als Wortführer, Chansonnier, Lebemann, als Liebhaber der Musik und unbestimmter Personen sind in Eigenproduktion -nach dem Motto 100% Indie- kleine, zeternde, witzelnde, blinzelnde, schmachtende Lieder entstanden. Bestimmt ohne jeglichen Zeitdruck, die Deadline braucht nur der Marktforscher vom Major. Auf "na endlich ROCK" dreht sich alles um Mensch und Musik. Bereits das Eingangsstück macht dies vollkommen klar. Die Bedeutung des Musizierens wird komplett vollzogen. Darum geht es. Da kann der Alltag grau sein, eine einfache Melodie erleichtert das Dasein. Bereitet ein angenehmes Bad in der Tristesse oder erhebt mittels harmonischer Schönheit.<td>Schon richtet Palucca wieder das Wort, einfach nur so, unaufdringlich und charmant, an alle, die es interessiert. Er ist "Trommler von Beruf" und aus dieser Rolle beziehungsweise Position blickt er direkt auf den Rock. Der darf niemals zu kurz kommen. Ein Punk mit Manieren, der hat selbstverständlich Musikgeschmack, wählt ganz natürlich, aus dem Überangebot der Neuzeit, seine Lieblingsstilelemente, Verweise, Quellen. Beat, Akkorde, Gesangsmelodie und Worte zu verbinden, fällt genau so leicht, wie Anzug und Krawatte aufeinander abzustimmen. Schmuddeligkeit mit Niveau, ohne saubere Studiotechnik, ohne Schnickschnack. "Einfach nur so", ganz simpel eigentlich. Auch ohne Etikett.</td> |