Disco Doom (CH)
Grunge, Stonerrock, Alternative Mit Discomusik hat die aktuelle CD des Zürcher Trios Disco Doom herzlich
wenig zu tun. Die sechs rohen Songs bewegen sich irgendwo zwischen dem
Stonerrock von Bands wie den Queens Of The Stoneage, einer Prise
Elektronik à la Suicide, dem Grunge von Dinosaur Jr. und der
Low-Fi-Attitüde von Guided By Voices oder Sebadoh. Getroffen haben sich
Disco Doom, wenn man die Geschichte glauben darf, 1996 am Bahnhof Baden.
Mann und Frau war gerade auf dem Weg nach Zürich. Reto Vogler (Drums)
schlägt Disco als Name vor. Gabrielle de Mario setzt dem Doom entgegen.
Anita Rufer kommt schliesslich auf die Idee, diese beiden Namen zu
verbinden. Nach einem ausgewachsenen Schlagzeuger-Karussell (Drummer
kamen, Drummer gingen) veröffentlicht die unterdessen zu einem Quartett
angewachsenen Band (Daniel Nievergelt, Keys & Bass) 2002 ihren Erstling
«rrkr» auf dem eigenen Label Defer Records. Für ihr Zweitwerk «binary
stars» ging es etwas schneller. Die sechs Songs sind (einmal mehr) der
Beweis, dass auch die Schweiz gute Bands im Alternative-Bereich hat,
wenn sich bloss jemand dafür interessieren würde. Disco Doom,
beispielsweise, hätten es verdient. |